Chancito (Australoheros facetus)


Attraktivität: Interessante Brutpflege, ansprechende Färbung in der Laichzeit.

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Vorkommen: Uruguay, Nord-Argentinien, Paraguay, Südbrasilien. Eingeführt in Portugal und Chile.

Haltung u. Zucht: Einige Arten/Formen werden kaum mehr als 10 cm lang, die vor mehreren Jahrzehnten eingeführten Chanchitos wurden immerhin bis zu 30 cm lang. Meterbecken sind auch für kleinere Tiere ein unbedingtes Mindestmaß. Frisst überwiegend Lebendfutter. Manche Tiere gehen niemals an Trockenfutter. Zucht leicht, wenn sich ein Pärchen gefunden hat. Bei 18 °C geraten die Laichtiere in Wallung, sofern sie vorher kühl gehalten wurden. Um die Embryonen und Larven durchzubringen, sind mindestens 20 °C erforderlich. Nach ca. drei Monaten können die Jungfische auch kühler gehalten werden. Ein laichwilliges Pärchen beansprucht das Becken voll und ganz für sich alleine. Spätestens wenn die Jungfischschar geführt wird, müssen alle anderen Beckeninsassen herausgefangen werden, sollen sie überleben. Lediglich Panzerwelse können sich noch halten, Unterschlüpfe vorausgesetzt. Gelaicht wird bevorzugt an vertikalen Substraten, die geschlüpften Embryonen werden in an der Wasseroberfläche befindlichen Wasserpflanzenpolstern transportiert, ein für Buntbarsche außergewöhnliches Verhalten.

Besonderes: Hinter dem „Cichlasoma facetum“-Komplex stehen vermutlich mehrere einander ähnliche, aber bereits auf den ersten Blick unterscheidbare, von der Wissenschaft noch nicht festgelegte Arten.

(Text: Hans-Joachim Scheffel, Bremen)