Katzenwels (Ameiurus sp.)


Attraktivität: Jungtiere sind ansprechend schwarz gefärbt mit weißer Unterseite. Mit vorgestreckten Barteln neugierig umherschwimmend. Erstaunliches Aufnahmevermögen an dargebotenen Nahrungsbrocken. Bei Gewöhnung auch aus der Hand fressend.

Vorkommen: Nordamerika. Eingebürgert in Südfrankreich, Spanien und Italien und wahrscheinlich auch in einigen südosteuropäischen Ländern; stellenweise auch in Deutschland anzutreffen.

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Haltung u. Zucht: Gelegentlich auch „Zwergwels“ genannt, obwohl bis 40 cm lang werdend. Räuber, der nur als Jungfisch mit kleiner Nahrung vorlieb nimmt. Nicht vergesellschaftbar mit kleinen Fischarten, die früher oder später im Welsmagen landen würden. Auch mit Futtertabletten und großen Sticks zu ernähren. Aquarien mindestens 100 cm lang, nur vorübergehend in kleineren Becken. Ältere Exemplare sind untereinander auch bei vielen Versteckmöglichkeiten aggressiv. Diese Aggressivität ist scheinbar nur durch Überbesatz abzubauen, jedoch bringt dies aufgrund des starken Stoffumsatzes Probleme hinsichtlich der Wasserqualität. Filterung und häufige Wasserwechsel sind unablässig. Die Zucht im Aquarium ist schon vermeldet worden, allerdings gibt es dafür noch keinen Beweis. Im Freiland bauen beide Eltern eine Nestgrube, die Jungwelse werden eine Zeitlang vom Männchen geführt.

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Besonderes: Meist wird ungeprüft Ameiurus nebulosus gemeldet. Bei aus Italien importierten Katzenwelsen handelt es sich um Ameiurus melas.

(Text: Hans-Joachim Scheffel)