Strandgrundel (Pomatoschistus microps)


Attraktivität: Unscheinbarer Grundfisch, aber lebhaft mit einem interessanten Fortpflanzungsverhalten. Wird meist 3 -4 cm lang, maximal bis 6 cm, daher auch für kleine Aquarien geeignet.

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Porträt eines Männchens in Laichfärbung

Vorkommen: Europäische Küstengewässer und Flussmündungen des Nordostatlantik, von Norwegen bis Portugal, Nord- und Ostsee, im nordwestlichen Mittelmeer. Im ausgesüßten Meerwasser (Brackwasser), im Sommer auch flussaufwärts in Abschnitten mit reinem Süßwasser zu finden.

Haltung u. Zucht: 60er Becken ausreichend. Mindestsalzgehalt von 6 Promille (4 leicht gehäufte Esslöffel Meersalz auf 10 l Wasser). Fressen ausschließlich Lebend- bzw. Frostfutter, z. B. Mysis oder Mückenlarven. Nach kühler Überwinterung werden im Sommer Temperaturen bis zu 25 °C vertragen. Zucht nahe verwandter Arten schon gelungen, aber noch nicht oft versucht. Im Freiland wird unterhalb einer Muschelschale gelaicht. Dazu muss das Männchen zuvor eine Höhle durch Entfernen des Sandes unterhalb der Schale ausheben. Feinkörniger Kiesgrund wird benötigt, um die Baggeraktivitäten des schlicht gefärbten, aber hübsch gezeichneten Männchens beobachten zu können. Gelege wird vom Männchen befächelt und bewacht. Im Aquarium können halbierte Blumentöpfe die Muschelschalen ersetzen.

Besonderes: Werden kaum älter als ein Jahr, maximal drei Jahre. Oft findet man die Grundeln vergesellschaftet mit den Nordseegarnelen („Granat“, „Krabben“). Leicht verwechselbar mit der etwas größer werdenden Sandgrundel Pomatoschistus minutus.

(Text: Klaus Lampe)